Der Genuss der Gesellschaft

Immer mehr Menschen verzichten auf die Genüsse des Lebens. Denn Kaffee trinkt man nur noch ohne Koffein, das Bier ohne Alkohol, und das Essen darf nur so gesund wie möglich sein. Das alles nur um Glücklich zu werden. Doch ist das wirklich der Schlüssel zum Glück? Der Philosoph Robert Pfaller spricht in einem Interview mit dem Kölner Stadt Anzeiger über sein Buch „Wofür es sich zu leben lohnt“, und über die heutige genusslose Gesellschaft.

„Wir müssen wieder heiliger werden.“

In fast allen Sprachen hat das Wort Heilig zwei Bedeutungen. Im Englischen zum Beispiel „holy“ steht für die gute Seite, und „scared“ für die bedrohliche und unheimliche Seite. Früher musste man das Unreine in etwas gutes verwandeln, damit es erträglich wurde. Deshalb feierte man es. Es wurde alles das getan, was eigentlich als schlecht oder unrein betrachtet wurde: Trinken, Zeit verschwenden etc. Und man musste sich dabei nicht mal schlecht fühlen, nein, man fühlte sich sogar sehr gut dabei. Doch heute kommt das fast nicht mehr in Frage. Die Lust ist weg und auf den Genuss wird verzichtet. Die Gesellschaft entfernt sich immer mehr vom Genussvollen Leben, was ich persönlich nicht verstehen kann.

Die Frage geht mir immer wieder durch den Kopf. Wieso verzichten immer mehr Menschen auf die Genussvollen Dinge des Lebens? Glauben sie damit glücklicher zu werden, oder tun sie es weil es alle anderen tun, oder vielleicht lieg es auch einfach in ihrer Natur, das sie von Geburt an lustlos sind. Ich denke glücklicher wird man dadurch nicht, meiner Meinung nach sind genussvolle Momente der Weg zum Glück. Diese Dinge und Erlebnisse die wir geniessen können sind genau diejenigen, die unsere Gedanken reinigen von all den stressigen, alltäglichen Aufgaben die wir zu erledigen haben und von all dem Druck der auf uns lastet. Sie sind der perfekte Ausgleich dafür. Doch wie oben schon erwähnt, vielleicht tut man es auch einfach, weil es alle anderen auch tun. Der Gruppenzwang drängt einen dazu, auf den Genuss zu verzichten. Das ist auch ein Theorie der man Beachtung schenken sollte. Vor allem die heutige Jugend ist extrem darauf fixiert dazu zu gehören. Aussenseiter zu sein geht gar nicht. Man muss mithalten können mit den „coolen“ und wenn die auf ein Bier verzichten, dann tue ich es auch. Sehr viele Jugendliche denken so, was meiner Meinung nach sehr schade ist. Denn so verschwinden immer mehr die Individuen in der Gesellschaft, weil sie unter dem Druck stehen dazuzugehören und sich somit anpassen.

Was denkt ihr woran es liegt, dass immer mehr Menschen auf das genussvolle Leben verzichten, ist es wirklich der Gruppenzwang ?

 

 

Über die Selbsttäuschung

Der Philosoph Thomas Metzinger hat in einem Gespräch über die Schwierigkeit, sich selbst zu erkennen, gemeint, dass es ausgesprochen nützlich sein kann, sich positive Illusionen zu machen. Er erklärt, dass die überlebenswichtige Selbsttäuschung einem helfen würde, Niederlagen zu vergessen und ausserdem werde die Motivation und das Selbstvertrauen gesteigert. Was sind die positiven Aspekte dieses Verhaltens? Welche Schattenseiten hat die Selbsttäuschung? Was bringt es dem Menschen, sich vor der Wahrheit zu drücken?

Metzingen spricht von einem elementaren Ich-Gefühl, welches dem Überleben dient. Es ist ein Schutz gegen Aussen, welcher verhindert, dass man gewisse Erlebnisse nicht zu nahe an sich selbst heran lässt. Man erlaubt sich, unangenehme Dinge auszublenden, was zu einem besseren Selbstbild führen kann. Man ist glücklicher und unbeschwerter, wenn man sich nicht ständig vorhält, was man anders hätte tun sollen. Zudem ermöglicht dieses Ich-Gefühl sich an positiven Erfahrungen umso mehr zu erfreuen, was ein besseres Selbstwertgefühl hervorrufen kann. Auch die Begeisterung wird angeregt, wenn man ein Ereignis mit positiven Gefühlen verbindet, man ist motiviert und angespornt, es das nächste Mal noch besser zu tun.

Jedoch stelle ich mir die Frage, ob diese „überlebenswichtige“ Selbsttäuschung nicht auch Schattenseiten hat. Natürlich ist alles viel einfacher, wenn nichts schlecht ist und das Fühlen und Handeln nicht von negativen Gedanken beeinträchtigt wird. Jedoch finde ich, dass man der Wahrheit auch ins Auge blicken und sie so nehmen sollte, wie sie ist. Denn wenn man sich die „Wahrheit” so dreht, wie man sie gerne hätte, dann entspricht das meiner Meinung nach nicht mehr der Wirklichkeit, sondern einem Trugbild. Man darf nicht alles ausblenden, was man falsch gemacht hat, sondern man sollte auch aus seinen Fehlern lernen, damit man diese zu einem anderen Zeitpunkt nicht wiederholt.

Obwohl es also Situationen im Leben gibt, in denen es wichtig ist, sich negativen Erlebnissen und Empfindungen zu stellen, dürfen wir uns trotzdem glücklich schätzen, dass wir die Möglichkeit haben, Unangenehmes vergessen zu können. Die Fähigkeit auszublenden, erlaubt uns mit einem positiven Grundgefühl durchs Leben zu gehen und seine Sonnenseiten zu geniessen.

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Kaffee ohne Koffein

Kaffee ohne Koffein

Bin ich ein vernünftiger Mensch? Nein wahrscheinlich nicht, nach man man weiss dass ich diesen Arbeitsauftrag vergessen habe und ihn erst jetzt schreibe. Um Neun am Abend bevor ich es abgeben soll. Aber in Herr Pfallers Worten sollte ich lieber furchtloser sein. Vielleicht sollte ich lieber zu Bett gehen oder schauen was meine Familie jetzt am Fernseher schaut. Bin ich dann besser in Philosophie als mein Kollege? Was mich am Anfang vom Text gepackt hat, war der Name von Herr Pfallers Buch, „Wofür es sich zu leben lohnt“. Es ist ein Titel der ziemlich viel verspricht aber nachdem ich das Interview gelesen habe, denke ich, dass er passend ist, für Pfallers philosophische Gedanken.

Ich würde mich nie selber als furchtlos beschreiben. Ich denke zu viel über Konsequenzen nach. Aber in Vergleich zu Herr Pfallers Definition bin ich doch ziemlich furchtlos. Ich esse ungesunde Essen ohne Schuldgefühle, ich trinke ziemlich viel Kaffee während dem Tag und wenn es kein Koffein hätte, würde ich wahrscheinlich in ein paar von meinen Stunden einschlafen. Ich trinke kein Bier, mit oder ohne Alkohol, nicht wegen moralische Gefühle aber weil es eklig schmeckt.  Aber meiner Meinung nach machen dieser Sachen mich nicht furchtlos, weil ich von sehr viel andere Sachen ziemlich stark beängstigt bin.

Was ich an dem Artikel am besten fand, war die Idee ein „Liste der vom Aussterben bedrohten guten Lebensmomente“ zu haben. Die Banalität von ein paar Beispielen hat mir auch gefallen aber auch die „ohne Angst bedrohte“ Tagesaktivitäten. Ein Leben ohne Stress oder die Gedanken Anderer ständig zu hinterfragen, würde für uns alle ein Traum sein. Klar muss man auf die Gesundheit schauen aber manchmal muss man auch verstehen, dass eine Tafel Schokolade nicht nur aus Kalorien besteht, die man nachher verbrennen muss. Das Streben nach Perfektion ist für mich ein gefährlichere Krankheit als Fettleibigkeit.

Ich weiss dass es eine Klischee ist aber wir könnten jeden Tag von einem Bus gerammt werden. Und wenn wir am Boden liegen und alle unsere Erinnerungen zurückkommen würden, ist die Frage nicht, gibt es ein Leben nach dem Tod, sondern gab es eines vorher.

Lb

Kontrollverluste

Gedanken zum Interview mit Robert Pfaller

Wir Menschen haben so viele Träume und Wünsche. Wir wollen eine gute Ausbildung, um unsere  finanzielle Zukunft zu sichern. Wir wollen die erste grosse Liebe heiraten und eine glückliche Familie gründen. Wir wollen uns gesund ernähren, genügend Sport treiben und unsere innere Ruhe finden.  Das Leben des Menschen besteht aus dem stetigen Drang alles richtig zu machen.

Beim Lesen des Interviews habe ich mich schon nach wenigen Sätzen in der Aussage von Herrn Pfaller wieder erkannt. Ich ertappe mich manchmal selbst dabei, wie ich mir im Kopf mein Leben möglichst perfekt gestalte. Ich quäle mich selbst mit dem Gedanken, dass etwas schieflaufen könnte. Schnell schlage ich mir eine waghalsige Idee aus dem Kopf, denn sie könnte ja mein friedliches Leben gefährden. Nie die Kontrolle über sich selber verlieren – das ist das oberste Gebot.

Doch wenn ich genauer darüber nachdenke, komme ich doch zu dem Schluss, dass wir einsehen sollten, dass das Leben nicht immer nach Plan verläuft. Man erlebt eben unschöne Dinge und manchmal wird man aus der Bahn geworfen.  Wir sollten einfach mal mehr Mut besitzen die Kontrolle zu verlieren, Mut besitzen sich zu irren, Mut besitzen etwas falsch zu machen. Denn nach dem Regen kommt ja bekanntlich die Sonne und aus Fehlern lernt man.

Manchmal muss man eben stolpern, um den richtigen Weg zu finden. Alles hinwerfen und eine neue Richtung einschlagen. Nicht das tun, was vernünftig ist und von einem erwartet wird. Nicht das ganze Leben damit verschwenden, alles zu regeln und planen. Einfach leben. Leben mit dem Gedanken im Hinterkopf:

Immer einmal mehr aufstehen als hinfallen!

lm*

Gesundes Lebensverhalten

Wir trinken Bier ohne Alkohol, trinken Kaffee ohne Koffein und ernähren uns von Essen ohne Fleisch. Doch gefährden wir mit diesem gesunden Lebensverhalten unsere Gesundheit?

Laut dem Philosophen Robert Pfaller ist uns die Fähigkeit, Genüsse als lustvoll zu erleben abhanden gekommen. Wir machen uns oft sehr viele Gedanken über die Wirkung und Folgen unserer Genüsse, das heisst das zwiespältige Denken hindert uns oft daran etwas zu geniessen. Robert Pfaller erklärt in seinem Interview mit dem „Kölner Stadt-Anzeiger“, dass die Menschen früher in der Lage waren, dem Schrecken in die Augen zusehen und sagen zu können „Pah, das machen wir jetzt-schliesslich ist es doch, wofür es sich zu leben lohnt.“ Heute möchte man Spass haben, aber nicht das Mühsame und Verbindliche davon.

Wenn wir uns permanent mässigen wollen und das Gefühl haben, dass wir vernünftig und gesund leben sollten, um unsere Gesundheit und somit unser Leben zu schützen, entwickeln wir die Angst  davon zu erkranken, uns zu schaden oder gar umzubringen. Allerdings schadet uns auch die Angst, denn sie hemmt uns davor Dinge zu tun, die uns eigentlich Spass machen würden, die unser Leben erfüllen würden. Ausserdem stressen wir uns, wenn wir immer darauf achten, ob unser Essen auch wirklich gesund ist, ob wir eventuell gesundheitliche Schäden durch die eigentlich geplante Handlung erlangen könnten oder ob es denn einen bestimmten Sinn dafür gibt unser Vorhaben umzusetzen. Folglich stellt sich die Frage, ob ein langes, gesundes Leben ohne Spass und somit ohne dem Gefühl ein ausgeprägtes, erfülltes Leben gelebt zu haben, denn überhaupt wünschenswert ist.

Durch das Vermeiden von Rauchen, Alkohol trinken, ungesundem Essen, Sex, feiern, Risikosportarten und so weiter schützen wir unser Leben, da wir uns dadurch dem Risiko, uns körperlichen Schadeneinzuholen, entziehen.  Allerdings können wir durch das strikte vermeiden dieser lustvollen Ereignissen unserer Psyche schaden.  Denn neben Angst und Stress, die wir dadurch entwickeln können, fehlen uns mit dieser Einstellung die in unserem stressigen Alltag sonst schon oft zu kurzkommenden Momente im Leben, in denen wir sorglos und glücklich sein können. Folglich fehlen uns auch die positiven Gedanken und somit die positive Einstellung. Dies kann dazu führen, dass wir uns von unserem Umfeld zurückziehen, uns den negativen Gedankenströmen widmen und Depressionen entwickeln.

Meiner Meinung nach, sollte man sich ab und zu die Frage stellen, wofür es sich lohnt zu leben und dann auch dementsprechend zu handeln, auch wenn das heisst, dass wir etwas Ungesundes tun. Dennoch sollte man sich stets vor Augen behalten, dass Genussmittel, wie es der Name schon sagt, dem Genuss dienen sollten und dementsprechend bewusst konsumiert oder ausgeübt werden sollten. Denn in zu hoher Dosis oder mit zu hohen Risiken spielend, kann dies unsere Gesundheit sehr stark beeinträchtigen und wie können wir unser Leben geniessen, wenn unser Körper dies nicht mehr zulässt?

 

Was denkt ihr dazu?

MS

Vernünftig unvernünftig

Ich hätte die Zeit, die ich in das Lesen des Interviews mit Robert Pfaller und in das Schreiben dieses Blogposts gesteckt habe, auch anders investieren können. Ich hätte mich mit einer Tasse Tee und einer warmen Decke aufs Sofa legen und fernsehen können, was mir vielleicht sogar gut getan hätte. Genauso gut hätte ich nichts tun können, einfach eine Weile abschalten. Aber natürlich war ich wie so oft vernünftig und habe mich hingesetzt um meine Aufgabe zu erledigen. Ob das die richtige Entscheidung war? Sagen Sie es mir.

In meinem persönlichen Leben richtet sich auf den ersten Blick viel nach der Vernunft. Ich esse kein Fleisch – Ist ja gesund. Ich rauche nicht – Wer will schon mit dreissig an Lungenkrebs sterben? Ich gehe nicht oft aus – Der Kater könnte mir den nächsten vollgepackten Tag versauen. Ich mache meine Hausaufgaben – Manchmal. Doch wie viel Vernunft ist angebracht? Und wann lohnt es sich, mal vernünftig unvernünftig zu sein?

Es hat mich fast eine halbe Stunde und drei Durchgänge gekostet, das gelesene Interview (hoffentlich) wenigstens grundsätzlich zu verstehen. Und ich bin zu dem Schluss gekommen, dass ich Robert Pfaller zustimme und irgendwie doch nicht zustimme. Unentschlossen wie eh und je, die heutige Jugend. Ich verstehe, dass es manchmal wichtig ist zu denken: „Egal, ich mache jetzt was ich will“. Aber ob es eine gute Idee ist, diesen Satz zu seinem Lebensmotto zu machen, da bin ich mir nicht ganz so sicher. Ich kann auch seine Erklärung nachvollziehen, warum wir so denken und handeln wie wir es nun mal tun. Würden wir uns einfach mal gehen lassen, tun was wir wirklich wollen und nicht was andere uns wollen lassen weil sie es nun mal so erwarten, hätte dies  logischerweise Konsequenzen die möglicherweise unangenehm sein könnten. Würde ich in der Schule jede Mathestunde schwänzen und stattdessen an meinem Buch arbeiten, wäre ich wohl sehr viel glücklicher und hätte bald die Schulleitung am Hals. Jetzt stellt man sich natürlich die Frage: Ist es mir das wert? Und seien wir ehrlich, die Antwort wäre nein. Ich stelle meine Ausbildung und Anforderungen meiner Schule über mein Wohlbefinden und wenn man mal so darüber nachdenkt, klingt es unglaublich dumm. Schüler kommen an Punkte, an denen es eigentlich nicht mehr geht und man sich eine Auszeit nehmen sollte, aber der Druck ist zu stark und die Konsequenzen zu hart. Ich wage zu sagen dass, wir mittlerweile so eingelullt sind von Ängsten vor Inakzeptanz und sozialer Entrüstung, dass wir nichts mehr wagen woraus dies resultieren könnte, egal was wir vielleicht unbewusst wollen.  Also macht man weiter und redet sich ein, dass es ja doch irgendwie besser ist so.

Diese Einstellung ist bestimmt nicht die gesündeste aber manchmal muss man wohl einfach durchbeissen. Man kann nicht ständig sagen „Mir egal es geht nur um mich“, manchmal muss man auch ein bisschen zurückschrauben und einfach die Klappe halten. Vielleicht wäre es gut, wieder mehr Spass und mehr Unsinn zuzulassen. Beim Tanzen nicht daran zu denken wie es aussehen könnte, sondern einfach zu tanzen. Bei der Arbeit nicht nach gewonnenen sondern nach zufriedenen Kunden zu gehen. Wenn es regnet den Schirm mal zu zulassen. Und dann krank werden, denn die Konsequenzen muss man tragen.

Was ich sagen will ist: Wir müssen alle ein gesundes Mass finden zwischen „Ich werde der Gesellschaft gerecht und richte mich nach Regeln“ und „YOLO“, denn meiner Meinung nach sind Extreme nie gut. Man schwimmt quasi zwischen Diktatur durch Hirnwäsche oder Gleichheit und Anarchie in der jeder tut und lässt was er will bis die Welt im Chaos versinkt. Wobei man ja nie weiss, was passieren wird, solange man es nicht ausprobiert hat. Wahrscheinlich sowas in Richtung „The Purge“.

Es grüsst, Lego.

YOLO?

Mit den Worten „You Only Live Once“ werden wir auf sozialen Netzwerken wie Facebook oder Twitter immer wieder daran erinnert, dass das Leben zu kurz sei, um auf alles zu verzichten.
Viele Jugendliche mögen diese Aussage als Legitimation ansehen, sich gesetzeswidrig und selbstgefährdend zu verhalten.
Natürlich sollte einen dieses Motto nicht dazu verleiten, fahrlässig mit sich und seinen Mitmenschen umzugehen, ganz falsch ist dieser Ratschlag aber sicherlich nicht.
Der Philosoph Robert Pfaller hat sich mit eben diesem Thema auseinandergesetzt und dazu in einem Interview mit dem Kölner Stadt-Anzeiger Stellung genommen.
In seinem Buch regt er an, darüber nachzudenken, ob wir in der heutigen Zeit vielleicht zu krampfhaft versuchen, alles korrekt, gesund und vernünftig zu machen.
Nehmen wir uns tatsächlich Lebensqualität, indem wir diszipliniert nach dem Gegenteil streben?

Ich bin der Meinung, dass dem sehr wohl so ist.
Mehrfach war es in meinem Freundeskreis zum Thema geworden, was das eigentlich soll, dass sich plötzlich alle vegan ernähren wollen. Möglichst fettarm, unbedingt Gluten frei und ja nicht zu viele Kohlenhydrate.
Jeder hat auf einmal einen „Daily-Work-Out“-Plan und hat mit Hilfe von Yoga sein inneres Gleichgewicht gefunden.

Ich möchte keineswegs jemanden davon abhalten, sich um seine Gesundheit zu kümmern oder sich auf die Suche nach einer entspannenden Beschäftigung zu machen, aber ich würde diejenigen gerne dazu auffordern, sich darüber klar zu werden, ob sie es wirklich für sich machen, oder weil es gerade ein Trend ist.
Viele schwimmen einfach mit dem Strom, ohne wirklich auf ihr Gefühl zu achten.
Was brauchen wir wirklich? Habe ich Lust, dieses Wochenende die Nacht durchtanzen zu gehen und mit Freunden etwas zu trinken? Wenn ja, was hält mich davon ab?

Ich bezweifle sehr, dass ständige Rationalität der Weg zu Glück ist.
Nicht alles was Spass macht ist vernünftig, aber der Verzicht darauf lässt die Gedanken nur umso mehr um dieses Thema kreisen.
Es macht in meinen Augen keinen Sinn, sich zu quälen mit der Aussicht in 40 Jahren zurückblicken zu können und sagen zu dürfen: „Ich habe vieles verpasst, aber dafür bin ich keinen Gefahren ausgesetzt gewesen.“
Das Leben hält einem so viel bereit und wenn wir schon die Chance als eigenständiges Individuum haben, es uns so zu gestalten, wie wir gedenken, glücklich zu werden, sehe ich keinen Grund, es nicht zu versuchen.
Schliesslich lebt man nur einmal.
-Schülerin LX