Das „Gute“ wählen

Sartre schreibt: „Was wir wählen ist immer das Gute, und nichts kann für uns gut sein, wenn es nicht gut für alle ist.“

Da sich der Mensch laut Sartre selbst wählt, muss ein guter Mensch zwangsläufig gut sein für alle, da er sonst in sich nicht gut wäre. Nun stellt sich mir die Frage, was denn gut genug ist für alle, denn das definiert wiederum was ich wählen sollte.

Wenn ich einen von vielen Menschen begehrten Job angeboten bekommen würde und nach Zusage der Konkurrenz den Job wegschnappe, so geht dies wohl vielen Menschen gegen den Strich. Nun hätte ich eine für mich gute Wahl getroffen. Wäre nun diese Situation auch für alle anderen Menschen zufriedenstellend und somit gut? Interessiert es die anderen Menschen überhaupt?- Ich denke nicht dass dieser Entscheid für alle befriedigend gut wäre. Wie muss man also dieses Wort „gut“ verstehen?

Wenn wir den Begriff „gut“ definieren als „der Gesellschaft angepasst“, so ergäbe sich die daraus resultierenden Fragen, was denn die Gesellschaft für gut heisst. Wir könnten diese Kette von Fragen noch viel weiterführen, ohne eine Eindeutige Erklärung zu finden.

Wir alle wissen, dass wir gewisse Dinge gut finden, bei welchen andere das Gegenteil empfinden. Ist es dann auch schlecht für mich? Ist meine Person schlecht durch das? Kann man überhaupt eine eigene Wahl treffen?

Ich denke die Definition des „Guten“ ist der Schlüssel, der uns die Antworten auf diese Fragen liefern könnte.

TS

 

 

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