Die Entscheidung des Menschen

Ich stimme der Aussage „Der Mensch ist, wozu er
sich macht“ grundsätzlich vollkommen zu. Was für mich hingegen eher schwer
nachzuvollziehen ist, ist die erwähnte Tatsache, dass der Mensch  gleichzeitig die Menschheit „schaffen“ soll.
Obwohl ich einsehe, dass unsere Entscheidungen und Handlungen einen mehr oder
weniger grossen Einfluss auf Mitmenschen haben kann, denke ich, dass wir doch
so verschieden sind, dass es nicht möglich ist, die Aktivitäten aller, der
Verantwortung eines Individuums zuzuschreiben.
Zudem finde ich, dass dies etwas dem widerspricht, dass das was wir wählen,
immer das Gute sei.
Wäre dies der Fall-so denke ich-würden weder solche Missstände in unserer Gesellschaft
herrschen, noch wäre ein friedliches Zusammenleben so schwierig.

Ein weiterer Punkt, der mich sehr zum Nachdenken angeregt hat, war die Existenz
der zwei Moralen.
Ich kenne das Problem gut, in einem Dilemma zu stecken, weil es mir schwer
fällt, abzuwägen, welche Entscheidung wohl moralisch vertretbarer wäre und
welche Folgen mein Handeln haben könnte.
Als ich dann gelesen habe, dass man normalerweise jemanden um Rat fragt, der
einen mit grosser Wahrscheinlichkeit in der Meinung bestärkt, zu der man
sowieso eher tendieren würde, begann ich, mir erlebte Situationen in Erinnerung
zu rufen und musste mir dabei eingestehen, dass dies sicherlich einige Male
tatsächlich der Fall war.

Und obwohl ich all diese Gedankengänge äusserst interessant finde, bin ich der
Meinung, dass es manchmal einfacher ist, sich eben nicht so viele Gedanken zu
machen.
Ich denke nicht, dass man bessere Entscheidungen trifft, wenn man ständig Dinge
analysiert und versucht, so zu handeln, dass das Ergebnis schlussendlich
tugendhaft und moralisch ist.

Manchmal sollte man einfach seinen Gefühlen folgen.

 

LZ

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