Kontrollverluste

Gedanken zum Interview mit Robert Pfaller

Wir Menschen haben so viele Träume und Wünsche. Wir wollen eine gute Ausbildung, um unsere  finanzielle Zukunft zu sichern. Wir wollen die erste grosse Liebe heiraten und eine glückliche Familie gründen. Wir wollen uns gesund ernähren, genügend Sport treiben und unsere innere Ruhe finden.  Das Leben des Menschen besteht aus dem stetigen Drang alles richtig zu machen.

Beim Lesen des Interviews habe ich mich schon nach wenigen Sätzen in der Aussage von Herrn Pfaller wieder erkannt. Ich ertappe mich manchmal selbst dabei, wie ich mir im Kopf mein Leben möglichst perfekt gestalte. Ich quäle mich selbst mit dem Gedanken, dass etwas schieflaufen könnte. Schnell schlage ich mir eine waghalsige Idee aus dem Kopf, denn sie könnte ja mein friedliches Leben gefährden. Nie die Kontrolle über sich selber verlieren – das ist das oberste Gebot.

Doch wenn ich genauer darüber nachdenke, komme ich doch zu dem Schluss, dass wir einsehen sollten, dass das Leben nicht immer nach Plan verläuft. Man erlebt eben unschöne Dinge und manchmal wird man aus der Bahn geworfen.  Wir sollten einfach mal mehr Mut besitzen die Kontrolle zu verlieren, Mut besitzen sich zu irren, Mut besitzen etwas falsch zu machen. Denn nach dem Regen kommt ja bekanntlich die Sonne und aus Fehlern lernt man.

Manchmal muss man eben stolpern, um den richtigen Weg zu finden. Alles hinwerfen und eine neue Richtung einschlagen. Nicht das tun, was vernünftig ist und von einem erwartet wird. Nicht das ganze Leben damit verschwenden, alles zu regeln und planen. Einfach leben. Leben mit dem Gedanken im Hinterkopf:

Immer einmal mehr aufstehen als hinfallen!

lm*

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