Sartre: „Der Mensch wählt sich,…“

Der Mensch wählt sich, indem er alle Menschen wählt

Laut Jean-Paul Sartre ist der Mensch selbst dafür verantwortlich, welches Bild er von sich selbst erschafft. Er konzipiert sich so, wie er will und wird zu dem, wozu er sich macht. Mit all seinen Entscheidungen, die er trifft, handelt der Mensch aber nicht nur für sich selbst, sondern für alle. Die ganze Welt ist von den Entscheidungen jedes  einzelnen betroffen.

Meiner Meinung nach ist der Titel aber etwas schwer zu verstehen. Mir ist nicht klar, wie der Mensch „alle Menschen“ wählt, und damit auch sich selbst. Für mich wirkt es mehr, als ob der Mensch sich selbst wählt und damit alle anderen beeinflusst. Viele Leute haben egoistische Züge, und fällen somit Entscheidungen, die genau für sie selbst positive Auswirkungen haben. Ich glaube, dass jeder so handelt und entscheidet, um das eigene Wohl in den Vordergrund zu stellen. Natürlich wird jeder Entschluss für Einige positive und für Andere negative Folgen haben. Aber ich finde nicht, dass der Mensch grundsätzlich Entschlüsse trifft, die vor allem dem Gemeinwohl zu Gute kommen. Deshalb empfinde ich die Formulierung „Der Mensch wählt sich, indem er alle Menschen wählt“ etwas ungünstig. Ich fände ein „Der Mensch wählt sich, und somit alle Menschen“ etwas passender, weil jede (egoistische) Entscheidung Effekte auf die Welt hat.

leelee

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